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Durchs Leben mit Goethe

Johann Wolfgang von Goethe – schon der Name ein Denkmal! Sein Werk – Weltliteratur!

Viele seiner Sätze sind in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen, ein Werk wie „Faust“, vollendet erst kurz vor seinem Tod, liest sich wie eine Aneinanderreihung von wohlbekannten Zitaten. Ein Mensch, der keine Ruhe gab, geprägt von künstlerischer Sehnsucht wie unstillbarem Forschergeist. Auf vielen Gebieten fühlte er sich zu Hause: Theater, Naturwissenschaft, Kunsttheorie und Politik. Seinem Vater folgend, hatte er Rechtswissenschaft studiert. Seine Leidenschaft war jedoch: Das Schreiben.

Doch hatte er auch Ahnung vom Leben? Und viel wichtiger: kann er uns heute noch helfen? Wir haben es ausprobiert und uns in wichtigen Fragen an Johann gewandt.

1. Selbstbewusstsein

Nicht jeder ist mit dem Selbstbewusstsein gesegnet, das Altmeister Goethe an den Tag gelegt hat. Höchste Zeit, sich ein Scheibchen abzuschneiden!

Man muss die Courage haben, das zu sein, wozu die Natur uns gemacht hat.

sagt Johann, also nehmen wir unseren Mut zusammen und hören auf, uns zu verbiegen. Fragen wie „Was bin ich denn gegen das All?“ (aus: Wilhelm Meisters Wanderjahre) sind für ein gesundes Selbstwertgefühl eher nicht förderlich und jetzt fehl am Platz.

Das goldene Maß der Dinge lässt sich vielleicht am besten erreichen, indem man den Fehler vermeidet, „dass man sich mehr dünkt, als man ist, und sich weniger schätzt, als man wert ist.“

Johann Wolfgang von Goethe wurde 1749 in Frankfurt am Main geboren. Er starb 1832 in Weimar. Als Sechsundzwanzigjähriger wurde er an den Hof von Weimar eingeladen, wo er neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit verschiedene politische und administrative Ämter ausübte. Er gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dichter. Zu seinen bekanntesten Werken zählen Faust, Die Leiden des jungen Werthers und die Wilhelm-Meister-Romane.

Die schönsten Zitate von Meister Johann:

2. Gute Freunde braucht der Mensch

In einem Brief an Dorothea von Knabenau schreibt Goethe 1808:

Ältere Bekanntschaften und Freundschaften haben vor neuen hauptsächlich das voraus, dass man sich einander schon viel verziehen hat.

Man kennt sich, man liebt und verzeiht. Treue Freunde sind wichtig und auch den neuen Bekannten können Sie den einen oder anderen Fauxpas mit einem Goethe’schen Zwinkern vergeben – damit aus ihnen einmal langjährige Freundschaften werden!

3. All you need is love

Goethe und die Liebe – eine Geschichte fast ohne Ende. Die Beziehungen, die er führte, prägten sein Leben und Werk nachhaltig. Er wusste um den erquickenden Effekt, den ein so wunderbares Gefühl haben kann. An Charlotte von Stein schreibt er:

Felsen sollten nicht Felsen und Wüsten nicht Wüsten bleiben, darum stieg Amor herab, sieh, und es lebte die Welt.

Sagen Sie zur Liebe also nicht Nein! Gehen Sie Ihren Gefühlen nach und staunen Sie, wie die Liebe nicht nur Ihre Umgebung, sondern auch Sie selbst von Grund auf verwandeln kann. Natürlich können wir nicht verschweigen, dass sich die Liebe hin und wieder auch von ihrer niederschmetternden Seite zeigt. Johann weiß: „Lachen, Weinen, Lust und Schmerz sind Geschwisterkinder.“ Nichts gibt’s umsonst. Für ein bisschen Glück musste man auch zu Goethes Zeiten schon mit einer Hand voll Pech bezahlen. Doch schwören Sie der Liebe nicht ab. Wenn Ihr Herz gebrochen ist, kleben Sie es zur Not eben selbst wieder zusammen. Schauen Sie mit Hoffnung in die Zukunft, anstatt den Werther zu geben. Nicht vergessen:

Man sieht die Blumen welken und die Blätter fallen, aber man sieht auch Früchte reifen und neue Knospen keimen.

4. Glück

Mit dem Glück ist das so eine Sache, man jagt und jagt und jagt ihm hinterher. Aber es kann ja gar nicht immer schön sein, die Sonne kann nicht immer scheinen, und selbst wenn: „Wo viel Licht ist, ist starker Schatten.“ Akzeptieren Sie die zwei Lebensseiten und versuchen Sie, anstatt ständig auf das ganz große Glück zu hoffen, lieber das kleine Alltagsglück schätzen zu lernen. Schwirrt Ihnen der gute alte Goethe bei dem Thema nicht sowieso die ganze Zeit im Kopf herum?

Willst du immer weiter schweifen?
Sieh, das Gute liegt so nah.
Lerne nur das Glück ergreifen,
denn das Glück ist immer da.

5. Flucht nach vorn

Weiterschweifen erlaubt Goethe nur in einem Bereich. Wenn Sie nicht wissen, was zu tun ist, geht im Zweifelsfall immer: Italien. Goethe unternahm Mitte der 1780er Jahre seine Italienreise und zwar zu einem denkbar günstigen Zeitpunkt. Seine Beziehung zu Charlotte von Stein kriselte, seine künstlerische Existenz konnte er nicht mit den Amtspflichten am Hof vereinen, und seine letzte literarische Veröffentlichung lag zehn Jahre zurück. Kurz gesagt: Goethe fiel die Decke auf den Kopf. Er nahm sich bezahlten Urlaub und reiste ab, ohne irgendwem Bescheid zu sagen. Von manch anderem hätte man wahrscheinlich nie wieder etwas gehört. Goethe aber fand in Italien genau das, was ihm gefehlt hatte. Er sprach von einer Wiedergeburt, einer neuen Jugend. Und als er 1788 nach Weimar zurückkehrt, beschloss er sich ganz dem Schreiben zu widmen. Manchmal ist Weglaufen also genau die richtige Devise, um den Kopf frei zu kriegen, die Reserven aufzufüllen und stärker und besser als je zuvor zurückzukommen.

6. "Ein leichter Sinn trägt alles!"

– das steht schon in Die Leiden des jungen Werthers, wobei sich Werther selbst daran nicht so recht gehalten hat. Machen Sie es anders! Nehmen Sie das Leben leicht und lassen Sie es sich gut gehen. Glauben Sie denn, dass Goethe selbst stets mit bierernstem Gesicht in der Stube saß und Trübsal geblasen hat? Als berühmter Schriftsteller ließ er sich feiern, er liebte gutes Essen und…Trunkenheit! „Jugend ist Trunkenheit ohne Wein“, weiß er. Später muss man also etwas nachhelfen. Und Wein ist da eine hervorragende Wahl. Der Meister selbst griff schließlich auch oft und gerne zum Glas!

Prost, Goethe!

Literarische Weisheiten:
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