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Ein voller
Terminkalender ist
noch lange kein
erfülltes Leben.

(Kurt Tucholsky)

Meditation im Alltag

Können Sie sich noch an den Moment erinnern, als Sie heute aufgewacht sind? Wie haben Sie sich gefühlt? Was war Ihr erster Gedanke? Wie hat sich die Decke über Ihrem Körper angefühlt, wie der Kopf auf dem Kissen? Wahrscheinlich haben Sie das längst vergessen.

Wir leben kaum noch im Moment. Wie auf Autopilot steuern wir durch den Alltag und verpassen einen Augenblick nach dem anderen. Vermutlich haben Sie beim Aufwachen schon ans Kaffeekochen gedacht, und als Sie beim Kaffee saßen, mussten Sie daran denken, nicht zu spät zur Arbeit zu kommen. Auf dem Weg zur Arbeit ging Ihnen die anstehende Präsentation im Kopf herum und so weiter und so fort.

Die Wahrheit ist: das Glück liegt in den kleinen Augenblicken. Es ist die heiße Teetasse, die sich an einem grauen Novembertag so wunderbar in den Händen anfühlt. Es ist die Stimme einer guten Freundin am Telefon, die nur kurz anruft, um Hallo zu sagen. Es ist das Gefühl, an einem klaren Tag in der Sonne zu stehen und die frische Luft zu genießen, die durch die Lungen strömt.

Zehn Entspannungstipps für mehr Achtsamkeit

Unsere zehn Entspannungstipps unterstützen Sie dabei, einen achtsameren, glücklicheren Alltag zu führen:

1. Rituale über den Tag verteilen

Verteilen Sie kleine Achtsamkeitsrituale über den Tag. Das braucht kaum Zeit, wirkt aber wahre Wunder. Gerade die Regelmäßigkeit hilft dabei, sich immer öfter seiner Umgebung bewusst zu werden und das Gedankenkarussell anzuhalten.

2. Atempausen

Ob im Büro oder zuhause: wenden Sie den Blick vom Bildschirm ab, lassen Sie Ihre Arbeit einen Moment lang ruhen und konzentrieren Sie sich ganz auf sich selbst. Setzen Sie sich aufrecht hin, legen Sie die Hände entspannt auf die Oberschenkel und atmen Sie tief ein und aus. Versuchen Sie Ihre Atemzüge zu verlängern, lassen Sie die Gedanken dabei kommen und gehen ohne sie zu bewerten oder festzuhalten. Vielleicht schließen Sie sogar die Augen. Nach ein, zwei Minuten fühlen Sie sich wie neugeboren!

3. Wartezeiten nutzen

Wartezeiten sind lästig, aber unvermeidbar. Der Bus, der nicht kommen will, die Kassenschlange, die immer länger zu werden scheint. Statt nur herumzustehen und sich zu ärgern, achten Sie beim Warten mal ganz bewusst auf Ihre Fußsohlen. Fühlen Sie den Boden unter Ihren Füßen? Atmen Sie tief ein und aus. Wie fühlen sich Ihre Arme an Ihrer Seite an? Folgen Sie dem Gefühl bis in die Fingerspitzen. So nehmen Sie nicht nur Ihren Körper wahr und beruhigen Ihre Gedanken, sondern auch die Wartezeit vergeht wie im Flug!

4. Coffee to stay

Unser Alltag ist hektisch und schnelllebig. Steuern Sie dem entgegen! Bestellen Sie den Kaffee nicht zum Mitnehmen, sondern setzen Sie sich hin. Gönnen Sie sich ein paar Minuten, um den Moment zu genießen! Solche kleinen Auszeiten sind wunderbar, um sich zu erden.

Es hat etwas Luxuriöses,
im Herzen des Chaos
still zu sein.

(Virginia Woolf)

5. Multitasking verboten!

Schon länger weiß man: zum Multitasking ist eigentlich keiner so richtig in der Lage. Stattdessen verschwendet man Energie, während man ständig zwischen verschiedenen Aufgaben hin- und herwechselt. Konzentrieren Sie sich einmal ganz auf das, was Sie gerade vor sich haben. Nehmen Sie zum Beispiel Ihr Mittagessen nicht vor dem Computer ein. Kosten Sie stattdessen jeden Bissen aus und nehmen Sie die verschiedenen Geschmäcker wahr. Statt gleichzeitig eine E-Mail zu schreiben, erledigen Sie die nach dem Essen und zwar genauso bewusst und fokussiert.

6. Hör zu!

Viel zu oft hören wir nur mit halbem Ohr hin, weil wir gleichzeitig mit lauter anderen Dingen beschäftigt sind. Probieren Sie einmal, aufmerksam zuzuhören, wenn Sie mit jemandem reden. Konzentrieren Sie all Ihre Sinne auf Ihren Gesprächspartner, stellen Sie Rückfragen, lassen Sie sich nicht ablenken. So üben Sie sich nicht nur in Achtsamkeit, sondern lernen auch Ihre Mitmenschen viel besser kennen.

7. Routinen wahrnehmen

Bei Dingen, die wir täglich machen, schweifen unsere Gedanken schnell ab. Lassen Sie sich beim morgendlichen Duschen ganz auf die Situation ein. Fühlen Sie das warme Wasser auf der Haut, lassen Sie es sich auf den Rücken prasseln, verfolgen Sie den Lauf der Tropfen vom Scheitel bis zu den Zehen. Nehmen Sie den heißen Wasserdampf wahr, der das Badezimmer zu füllen beginnt und den Spiegel beschlagen lässt. Denken Sie nicht daran, was Sie heute noch erledigen müssen, sondern konzentrieren Sie sich ganz auf das Wasser und Ihren Körper.

8. Routinen aufbrechen

Putzen Sie sich die Zähne einmal mit der linken Hand. Nehmen Sie dabei wahr, wie sich das für sie anfühlt. Sich einer Tätigkeit bewusst zu werden, funktioniert auch, indem man genau das Gegenteil tut. Sie haben immer den gleichen Weg zur Arbeit? Probieren Sie eine Alternative. Nur eine Parallelstraße weiter fällt es Ihnen ganz leicht, sich auf die Umgebung zu konzentrieren und neue Eindrücke wahrzunehmen. Vielleicht entdecken Sie dort auch ein Café, das Sie noch nicht kannten oder einen Park, den Sie von nun an in Ihren Arbeitsweg einbauen können. Finden Sie den Entdecker in sich!

9. Schönes festhalten

Wenn das Leben mal wieder zu heftig auf uns einregnet, hilft: Innehalten! Machen Sie sich bewusst, was gerade passiert. Legen Sie ein Tagebuch an, in dem sie jeden Abend die Ereignisse des Tages festhalten. Suchen Sie sich dafür ein besonders schönes Notizbuch mit motivierender Botschaft auf dem Cover aus! Für die glücklichsten Momente lohnt sich eine eigene Liste. So haben Sie Ihre schönsten Augenblicke immer vor Augen – besonders praktisch: bei akutem Glücksbedarf können Sie sich hier Inspirationen holen!

10. Kleine Erinnerungshilfen

Kleine Helfer erinnern Sie immer wieder daran, Achtsamkeit zu üben. Suchen Sie ein Bild aus, das für Sie Gelassenheit und Ruhe ausstrahlt. Hängen Sie es über Ihren Arbeitsplatz und lassen Sie sich jedes Mal inspirieren, wenn Ihr Blick darauf fällt. Eine schöne Möglichkeit, noch mehr kleine Achtsamkeitsmomente in den Alltag zu integrieren, sind unsere Karma-Kärtchen, die täglich Inspiration schenken.

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