Jede Saison hat ihren Reiz, ihren Zauber und vor allem – ihre Farbe. Dieses Buch soll bei der Suche nach dem immerblühenden Garten helfen: Mit wunderschönen Fotos, vielen Informationen und literarischen Inspirationen rund um einen himmelblauen Frühling, feuerroten Sommer, goldgelben Herbst und blütenweißen Winter. Mit vier geheimnisvollen Samentütchen, die ein blühendes Wunder in den Farben der vier Jahreszeiten versprechen.
"Elfenblick" ist ein wunderbares Buch, dass nicht nur mit einem wunderschönen Cover überzeugen kann, sondern auch mit einer wirklich tollen Story. Dabei schafft es Katrin Lankers die Welt der Elfen so fantasievoll zu beschreiben, wie ich es selten erlebt habe. Mir persönlich hat gerade dieser Teil, der eben im Elfenreich spielt, total gut gefallen. Zieht der Anfang sich noch ein wenig hin, da die Autorin viel Wert auf ausführliche Beschreibungen legt, so nimmt das Buch etwa ab der Mitte an Fahrt zu. Manche mögen den gemächlichen Anfang vielleicht ein wenig langweilig finden, doch mich hat das überhaupt nicht gestört, denn so konnte man die Charaktere ganz gut kennenlernen. Mageli ist eine tolle Protagonistin, die anfangs noch wenig selbstbewusst daher kommt, was sich im Laufe der Geschichte jedoch ändert. Ihr Charakter entwickelt sich zu einer starken Persönlichkeit, was mir sehr gut gefallen hat. Einzig diese schnelle Verliebtheit zu Erin hat mich ein wenig gestört. Das ging mir persönlich dann doch ein wenig zu schnell. Erin selbst ist ebenfalls ein sehr sympathischer Protagonist, über den man allerdings gerne mehr erfahren könnte, wie ich finde. Mageli´s Freundin Rosann geht mit ihr durch dick und dünn, auch wenn sie mich stellenweise mit ihren Zitaten ein wenig genervt hat. Die für mich interessantesten Charaktere waren jedoch Ondulas, den Mageli während des Abenteuers kennenlernt und Fürst Ferocius.
Katrin Lankers hat wie oben schon erwähnt eine wundervolle fantasievolle Welt erschaffen und man erfährt sehr viel über die Sagen und Märchen der Elfen. Ihr Schreibstil ließ sich recht flüssig lesen, auch wenn er ab und an ein wenig abgehackt war, dafür waren ihre Umschreibungen umso schöner. Einzig ein Ausspruch kam mir eindeutig zu oft vor: "soso". Irgendwann habe ich direkt darauf gewartet, dass einer der Protagonisten mal wieder dieses "soso" verwendet, aber das ist natürlich nur ein klitzekleiner Kritikpunkt, der mich in meiner Bewertung nicht beeinflusst.
Das Buch ist eigentlich in sich abgeschlossen, lässt aber auf jeden Fall noch Raum für eine Fortsetzung, auf die ich persönlich ja sehr hoffe, denn ich möchte sehr gerne wissen, wie es mit Mageli, Erin und all den anderen tollen Protagonisten und weitergeht.
(09.05.2012, Bücherzauber)
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