5096falsefalsefalse0truetrue

Fantasie ohne Ende

Meditation für Kinder – so simpel und so wirksam

Verwandte Themen

Das Glück im Leben hängt von den guten Gedanken ab, die man hat. (Mark Aurel)

Glück lernen: Meditation für Kinder

Der indische Kulturkreis wusste schon vor tausenden von Jahren: Meditation macht unser Leben besser.
Was wir im Westen gerade erst  zu entdecken beginnen, ist in vielen Kulturen und Religionen schon immer fester Bestandteil des Alltags. Durch verschiedene Meditationstechniken und –praxen können wir es schaffen, mehr im Hier und Jetzt zu leben und die unzähligen Glücksmomente unseres Alltags bewusster wahrzunehmen. Das interessiert natürlich auch die Forschung und so beweisen immer mehr Studien eine heilende Kraft der Meditation. Auch von der Schulmedizin bleibt dies nicht unbemerkt und so macht man sich in den verschiedensten Therapieformen all die positiven Eigenschaften der Meditation auf Körper und Geist zu Nutze. 

Kurz gesagt:

Die Meditation ist ein wunderbar einfacher Schlüssel zum Glück und zur Gesundheit. Da ist es umso wichtiger, dass wir dafür sorgen, dass auch unsere Kinder von dieser positiven Kraft profitieren.

Kinder lernen meditieren

Wenn Kinder schon von klein auf an das Meditieren herangeführt werden, profitieren sie ein Leben lang von einer positiven Lebenseinstellung und können später ganz einfach eine eigene Meditationspraxis entwickeln. Denn: Die wichtigsten Dinge lernt man bekanntermaßen als Kind.
Gerade Kinder sind in ihrer Entwicklung einer Vielzahl an Reizen ausgesetzt. Da kann eine kurze und spielerisch angeleitete Meditationspause wahre Wunder bewirken: Die Atmung verändert sich, der Geist kommt zu Ruhe und die Konzentrationsfähigkeit steigt. Die Meditation bewirkt eine herrliche Entspannung und Zufriedenheit, die Angst und Selbstzweifel wie von alleine mindert. Zusätzlich haben Studien gezeigt, dass Kinder, die regelmäßig meditieren, im Allgemeinen gesünder und ausgegelichener sind. Die Meditation wirkt sich nämlich auch positiv auf das Immunsystem aus.
Kindermeditationen lassen sich am einfachsten in Form von Fantasiereisen durchführen, die Ihrem Kind einen Abstand vom Alltag erschaffen. Wie nebenbei trainieren Sie zustätzlich die Vorstellungskraft Ihres Kindes.
 

Damit Sie Ihr Kind ganz ungezwungen an das Meditieren heranführen können, haben wir hier einige Tipps für Sie vorbereitet:

Die Vorbereitung:

Sorgen Sie gemeinsam mit ihrem Kind dafür, für eine Wohlfühl-Atmosphäre, in der Sie nicht gestört werden. Dazu können Sie beispielsweise den Raum etwas abdunkeln, eine Kerze aufstellen oder ein Räucherstäbchen anzünden. Vielleicht finden Sie auch eine Entspannungsmusik, die Ihnen beiden gut gefällt? Wenn Sie eine größere Gruppe von Kindern anleiten, können Sie gemeinsam Matten oder Decken und Sitzkissen austeilen. Diese Vorbereitungen können zu einer Art Ritual werden, bei dem sich die Kinder wie von alleine darauf einstellen, dass sie in den folgenden Minuten zur Ruhe kommen können.

Einfach mal abschalten, Zeit für sich finden, zur Ruhe kommen und neue Kraft tanken... Atempausen vom Alltag sind von unschätzbarem Wert für Körper und Seele.
 

Die Regeln:

Erklären Sie Ihrem Kind, was nun passiert und was Sie vorhaben. Wenn mehrere Kinder an der Meditation teilnehmen, besprechen Sie mit ihnen, dass sie sich ruhig verhalten sollen, um andere nicht zu stören.

Die Fantasiereise:

Zu Beginn sollten Sie immer eine kurze Einführung geben, das erleichtert es den Kindern, sich auf das Kommende einzustellen. Im Hauptteil, der eigentlichen Fantasiereise, ist es wichtig, immer wieder die gleichen, vertrauten Elemente mit einzubauen. Das schafft ein angenehmes Gefühl der Geborgenheit und Erdung.
Führen Sie gegen Ende Ihr Kind wieder zurück ins Hier und Jetzt. Sprechen Sie anschließend über die Meditation oder malen Sie gemeinsam ein Bild. So können die Kinder ihre Erfahrungen ausdrücken und verarbeiten.
 

Bei regelmäßigen Fantasiereisen werden Sie und Ihr Kind schon bald eine positive und entspannende Auswirkung auf Ihren Alltag feststellen.
Hilfsmittel:

Um die Meditation zu beginnen und enden zu lassen, können Sie eine Klangschale verwenden, die Sie sanft anschlagen. Alternativ dazu können Sie auch eine Entspannungsmusik einspielen. Ertönt dieser Klang oder die Musik, wissen alle Kinder, dass die Fantasiereise nun beginnt und sie nicht mehr miteinander sprechen sollten.

Dauer:

Für den Anfang sind fünf Minuten Fantasiereise vollkommen ausreichend. Schon bald wird Ihr Kind sich an diese Form der Meditation gewöhnt haben und Sie können die Dauer auf 10-15 Minuten erhöhen. Vertrauen Sie sich selbst und Ihrem Kind – Sie werden spüren, welche Dauer für Sie die richtige ist.

Wie klingt Stille? So leiten Sie eine Hör-Meditation an

Als Alternative zur Fantasiereise ist es auch möglich, eine Hör-Meditation zu machen. Denn wie klingt eigentlich Stille?
Die Vorbereitung können Sie ähnlich wie die der Fantasiereise gestalten. Sorgen Sie für eine angenehme Wohlfühl-Atmosphäre und nehmen Sie gemeinsam mit ihrem Kind auf dem Boden Platz.
Schlagen Sie nun eine Klangschale oder auch ein Weinglas an und lauschen Sie dem entstehenden Ton so lange nach, bis dieser vollständig erloschen ist. Das können Sie mehrfach wiederholen. Nachdem der Ton verloschen ist, lauschen Sie noch etwa zwei bis drei Minuten weiter.

Was nehmen Sie wahr? Was können Sie alles hören? Das Vorbeifahren eines Autos, Vogelgezwitscher oder das Atmen der anderen Personen im Raum?

Geben Sie Ihrem Kind gezielt die Aufgabe, darauf zu achten, wie still es in uns drin ist. Kann man die Gedanken ausblenden und an Nichts denken? Probieren Sie es gemeinsam aus!

Tipp:

Kinder können leichter still sitzen, wenn Sie ihnen die Aufgabe geben, sich alle Geräusche zu merken. Falls zwischendurch ein paar Zwischenbemerkungen fallen, ist das nicht schlimm. Legen Sie einfach einen Finger auf die Lippen und bedeuten Sie ihrem Kind weiterhin in die Stille zu lauschen.
 

Durch diese Hör-Meditation steigern Sie ganz einfach und spielerisch die Aufmerksamkeitsspanne Ihres Kindes. Zugleich übt es sich in Gelassenheit, da sich die Dauer  zwischen dem Hörreiz und der Reaktion verlängert.
Zum Weiterlesen:
Schreiben Sie einen Kommentar:

Mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtangaben und müssen ausgefüllt werden.

0 Kommentare
Teilen Sie diesen Artikel mit Freunden & Bekannten: