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Pädagogen  Wissenswertes  Kommunikation, Schriftkultur und Sprache  Sprache wahrnehmen und verstehen; Teil 2

Wissenswertes

03.04.2009Sprache wahrnehmen und verstehen; Teil 2
 

1. Geräusche raten
Die Kinder sitzen mit dem Rücken zur Geräuschkulisse. Folgende Alltagsgeräusche werden erzeugt und erraten: mit einem Schlüsselbund klappern, eine Tür aufschließen, eine Lampe anknipsen, Wasser in ein Glas gießen, mit einem Löffel in einem Porzellanteller rühren, an die Tür klopfen, leise Schritte gehen, die Tür öffnen. Die Geräusche werden anschließend von den Kindern noch einmal zur Wiedererkennung und Klärung nachvollzogen. Eine Geschichte wird erzählt, in der die Geräusche eine zusammenhängende Bedeutung gewinnen.

2. Wo miaut, bellt, grunzt oder muht es?
Die Kinder verteilen sich im Raum. Jedes übernimmt die Stimme eines Tieres, das auf dem Bauernhof lebt. Ein Kind ist der Bauer. Dem Bauern werden die Augen verbunden. Der Bauer soll seine Tiere einfangen. Immer ein Tier gibt einen Laut. Sobald der Bauer losgeht, um es zu fangen, wechselt ‚das Tier’ seine Position und der entsprechende Tierlaut ertönt aus einer anderen Richtung. Um das Einfangen des Tieres zu erschweren, können von Zeit zu Zeit auch die anderen Tiere ‚ihre Stimme’ ertönen lassen, so dass der Bauer den gesuchten Tierlaut aus dem Stimmengewirr herausfiltern muss. Ein solches Spiel macht deutlich, wie gut bei den Kindern das Richtungshören und die akustische Figur-Grund-Unterscheidung, wie sie beim Stimmengewirr vorkommt, ausgebildet sind. Deutliche und wiederkehrende Orientierungsschwierigkeiten bei fünfjährigen Kindern sollten mit den Eltern oder mit dem Kinderarzt besprochen werden.

3. Große Uhren gehen tick, tack
Dieses Sprachrhythmusspiel kann am Ende des Kindergartentages („Die Zeit ist um …“) oder nach dem Mittagsschlaf oder als Bewegungsspiel vor einer Arbeitseinheit gespielt werden. Beide Hände werden mit den Handflächen aufeinander gelegt, so dass ein langes Uhrenpendel entsteht. Die langsamen und immer schneller werdenden Uhrgeräusche werden bewegungsmäßig unterstützt.



Große Uhren gehen tick und tack und tick und tack.  Kleine Uhren gehen tick tack, tick, tack, tick tack, tick tack. Und die kleinen Taschenuhren?  Ticketacke, ticketacke, ticketacke, ticketacke. abbilden) Und wie macht der Wecker? Rrrrrrrrrrrring!


In ähnlicher Weise spielbar ist auch das Buslied.



Ene, mene, weg
An-ke pan-ke kling-klang sing-sang e-ne me-ne weg!
En-ke pen-ke kling-kleng sing-seng e-ne me-ne weg!
In -ke pin-ke kling-kling sing-sing e-ne me-ne weg!
On-ke pon-ke kling-klong sing-song e-ne me-ne weg!
Un-ke pun-ke kling-klung sing-sung e-ne me-ne weg!

Die fünf Verse mit wechselnden Vokalen werden gesungen, gehüpft, abgezählt oder abgeklatscht, gestampft u. Ä. Das bewusste Wechseln und Artikulieren der Vokale ist wichtig. Dabei kann der Sprechrhythmus sich von langsam bis schnell entwickeln und es können auch mit dem eigenen Körper oder elementaren Schlaginstrumenten zusätzlich interessante Bewegungsformen erfunden werden.


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