19.07.2009Fit für die Einschulung - Selbstwertgefühl des Kindes
An Handlungen, die erfolgreich durchgeführt wurden, entwickelt sich das Selbstwertgefühl des Kindes. Dazu gehört auch, dass ein Ziel manchmal erst im dritten oder vierten Anlauf erreicht werden kann, ohne dass es nach dem zweiten Mal bereits frustriert aufgegeben wurde.
Kinder brauchen Zeit, ausreichend Gelegenheit zur Selbsterfahrung sowie Geduld und Gelassenheit als Vorbildverhalten, um verschiedene Zugangsweisen zur Lösung einer Aufgabe, eines Problems zu erdenken, zu erproben, ggf. zu verändern und zu festigen … Ich-Stärke zu fördern, meint dabei auch, das Kind darin zu ermutigen, eine Wahl oder Entscheidung zu treffen und diese auch durchzuhalten, d.h. sich als Urheber einer Situation, eines Vorganges, eines Erlebnisses und seiner Folgen zu erkennen.
Beobachtungsfragen
Gibt es bestimmte Verhaltensregeln für Ihr Kind, wenn er/sie allein in der Wohnung ist?
Ist sich Ihr Kind der Bedeutung dieser Regeln bewusst und kann damit verlässlich umgehen?
Gibt es bereits bestimmte Aufgaben in der Familie, für die Ihr Kind über einen längeren Zeitraum verantwortlich ist und die seine Selbstständigkeit fördern? Wie erfüllt Ihr Kind diese Aufgaben?
Wird Ihr Kind für seine Schulsachen und -aufgaben einen festen Arbeitsplatz in der Wohnung haben? In welchen Grenzen kann es über seine Arbeitszeiten selbst verfügen?
Ist er oder sie wenig ausdauernd oder wird schnell ungeduldig bis aggressiv, wenn etwas nicht gelingt? Ist diese Verhaltensreaktion in unrealistisch hohen (schwierigen) Zielen, in einer allgemeinen Ungeduld, in Ungeschicklichkeit oder in mangelnder Anleitung/Hilfe begründet?
Ist Ihr Kind darin geübt, seinen Schulweg demnächst allein zu gehen? Wie sicher ist sein Verhalten im Straßenverkehr (an Ampel und Zebrastreifen, auf Radwegen, in der Rechts-Links-Orientierung)?