Eine Notlage kann auch positive Folgen haben. In Eva Marebus Fall war es der Verlust des von ihrem Sohn heiß geliebten Schmusetiers „Bärli“, der die ehemalige Lehrerin auf schriftstellerische Pfade führte.
Die damals ersonnene Geschichte von Bärlis abenteuerlichen Reisen durch die Welt vertrieb ganz schnell die kindliche Trauer – und vor allem weckte sie in Eva Marebu eine ungeheure Lust am Schreiben und Erzählen.
Dieser Leidenschaft frönt Eva Marebu seitdem mit gleich bleibender Intensität und Freude. „Das Schreiben kann manchmal regelrecht zur Sucht werden, dann entwickeln die Geschichten und Charaktere ein ganz erstaunliches Eigenleben“, schwärmt die Autorin über ihre Arbeit.
Als Kind war Eva Marebu ein richtiger Bücherwurm, hat von Klassikern über Groschenromane bis hin zu Karl May alles gelesen, was ihr in die Finger kam. Besonders liebte sie aber die Geschichten von Astrid Lindgren mit ihrer gelungenen Mischung aus Spannung und Gefühl – eine Balance, die ihr auch in ihren eigenen Erzählungen wichtig ist.
„Bücher sollen fesselnd sein und Gefühle ansprechen – am besten beides zur gleichen Zeit.“ Auch privat schätzt Eva Marebu den Ausgleich und gönnt sich nach einem ereignisreichen Tag mit Familie und Freuden gerne ihren persönlichen Luxus: Lesen.
Die Möglichkeit, sich mithilfe von Büchern „völlig in andere Welten zu versenken und aus dem oft sehr durchorganisierten Alltag wenigstens kurzfristig auszusteigen“ nutzt sie so oft wie möglich. Und lädt mit ihren eigenen Geschichten Kinder und Jugendliche ebenfalls zu imaginären Reisen in fantastische Welten ein.
Steckbrief Eva Marebu
-1956 in Herrsching am Ammersee geboren -Studium der Germanistik, Geschichte und Sozialkunde -Lebt heute in München -Hobbys: Kochen, Singen, Trommeln, Lesen